Ein Pruefpraeparat namens Davunetide, als Nasenspray verabreicht, erreicht das Gehirn in unterschiedlichen Mengen, abhaengig vom biologischen Geschlecht und bei Weibchen von der Phase des Reproduktionszyklus. Zunaechst an Maeusen und danach an einer kleinen Gruppe gesunder Erwachsener fanden Forschende der Universitaet Tel Aviv, dass weibliche Maeuse mehr Wirkstoff in der Kopfregion aufnahmen, wenn der Estrogenspiegel am hoechsten war, waehrend Proestrus und Estrus. Beim Menschen tendierten Frauen zu hoeheren Spitzenkonzentrationen im Plasma, waehrend Maenner den Wirkstoff laenger hielten. Die Autoren argumentieren, dass die Mittelung ueber die Geschlechter einen realen Arzneimitteleffekt verbergen kann und dass Zeitpunkt und Hormone ins Zentrum von Entwurf und Dosierung gehoeren.