Ein internationales Forschungsteam hat zwei Studien zum Nahrungserwerbsverhalten von Vögeln in vom Menschen veränderten Lebensräumen durchgeführt. Unter der Leitung von Dr. Corina Logan vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig kam das Team zu dem Ergebnis, dass Flexibilität bei der Nahrungssuche zwar entscheidend für die Anpassung an vom Menschen veränderte Lebensräume ist, jedoch nicht der Hauptgrund für eine rasche Erweiterung des Verbreitungsgebiets. Vielmehr scheinen Beharrlichkeit, Flexibilitätsvariabilität und die Fähigkeit, eine Vielzahl von Nahrungsquellen zu nutzen, eine wichtigere Rolle zu spielen. Diese Ergebnisse sind für Naturschutzmanager*innen von großer Bedeutung, die den künftigen Erfolg von Arten in neuen Umgebungen prognostizieren möchten.